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Der Aussie Rassestandard

Gentest für Hereditären Katarakt beim Australian Shepherd

HSF4

HC: Die Erkrankung

Der Katarkt wird auch als „Grauer Star“ bezeichnet und ist eine der häufigsten Ursachen für eine Linsentrübung und Erblindung beim Hund. Die Symptome treten meistens bereits in jungen Jahren auf, das Fortschreiten der Krankheit verläuft bilateral symmetrisch und endet ohne Behandlung immer mit vollständiger Blindheit. Die einzig wirksame Behandlungsmöglichkeit ist ein chirurgischer Eingriff.
 
Der Hereditäre Katarakt beim Australian Shepherd (HC) ist eine erbliche Augenerkrankung, der eine Mutation im HSF4-Gen zugrunde liegt. Dieser Gendefekt wird autosomal dominant vererbt.

 

HC - Die Mutation und der Erbgang

Die dem Defekt zugrunde liegende Mutation kann mittels eines DNA-Test nachgewiesen werden.
Der HC wird autosomal-dominant vererbt, das bedeutet, dass bereits ein betroffenes Allel zu dieser Erkrankung führt. Die Schwere der Erkrankung nimmt zu, wenn der Hund reinerbig für die Mutation ist, d.h. zwei betroffene Allele besitzt.
Der HC folgt einem autosomal dominanten Erbgang.
 
Es gibt drei Genotypen:
 
   
1. Genotyp N/N (homozygot gesund): Dieser Hund trägt die Mutation nicht und wird nicht am HC erkranken. Er kann die Mutation nicht an seine Nachkommen weitergeben.
 
    2. Genotyp N/HC (heterozygoter Träger): Dieser Hund trägt eine Kopie des mutierten Gens. Aufgrund des dominanten Erbgangs hat der Hund ein hohes Risiko am HC zu erkranken. Ein solcher Hund sollte nur mit einem HC mutationsfreien Hund verpaart werden.
 
    3. Genotyp HC/HC (homozygot betroffen): Dieser Hund trägt zwei Kopien des mutierten Gens und hat ein extrem hohes Risiko am HC zu erkranken. Er wird die Mutation zu 100 % an seine Nachkommen weitergeben und sollte nur mit einem HC mutationsfreien Hund verpaart werden.

 

HC: Der DNA Test

Ein DNA Test ermöglicht den direkten Nachweis der verantwortlichen Mutation. Die DNA-Analyse ist unabhängig vom Alter des Tieres möglich und kann bereits bei Welpen durchgeführt werden. Es ist nicht nur eine Unterscheidung von betroffenen und mutationsfreien Tieren möglich, mit Hilfe des Gentests können auch klinisch unauffällige Träger identifiziert werden, was für die Zucht von großer Bedeutung ist. 
Um eine maximale Testsicherheit zu bieten, erfolgt die Untersuchung jeder Probe in zwei voneinander unabhängigen Testansätzen.
  

Material und Testdauer

Für den DNA-Test wird ca. 0,5 ml EDTA-Blut benötigt. Alternativ ist auch die Einsendung eines sog. Backenabstriches möglich. Der Backenabstrich muss mit von uns kostenlos erhältlichen Spezialbürsten* durchgeführt werden. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass der Abstrich nicht zu zaghaft durchgeführt wird, da sonst nicht ausreichend Material für die Untersuchung zur Verfügung steht. Der Test wird bei uns mehrmals wöchentlich angesetzt. Das Ergebnis liegt etwa 1 Woche nach Erhalt der Probe vor.
 

Weitere Auskünfte erhalten Sie gerne bei

Frau Dr. Petra Kühnlein oder Frau Dr. Ines Langbein-Detsch
LABOKLIN GmbH und Co.KG
Steubenstraße 4
D-97688 Bad Kissingen 
 
Tel. 0971 /72020 oder Fax: 0971 / 7202995 
Email:   labogen
 

 

Gentest zum Nachweis von (CEA) „Collie Eye Anomalie“ 

 

CEA: Die Erkrankung

Die „Collie Eye Anomalie“ (CEA) oder auch Choroidale Hypoplasie (CH) wurde

bislang bei folgenden Hunderassen beobachtet: Australian Shepherd

Bei der CEA handelt es sich um eine Erbkrankheit, bei der es zu Veränderungen an

der Netzhaut des Auges kommt. CEA kann in verschiedenen Schweregraden

ausgeprägt sein. In manchen Fällen sind die Veränderungen der Netzhaut nur

gering, die Krankheit verläuft unbemerkt.

Es kann auch zur Ausbildung sogenannter Kolobome kommen, hierbei handelt es

sich um Ausbuchtungen der Netzhaut im Bereich des Sehnervenkopfes. Nur wenn

das Kolobom große Teile der Netzhaut einnimmt, kann die Sehkraft beeinträchtigt

werden. Bei der schlimmsten Form der CEA kommt es durch Blutgefässveränderungen

zu Blutungen an der Netzhaut. Dies kann eine Netzhautablösung zur

Folge haben, was zur Erblindung des Hundes führt.

Der Schweregrad der Erkrankung verändert sich bei der CEA im Laufe des Lebens

nicht, ein betroffener Hund erblindet also nicht erst im Alter. Die mildeste Form der

CEA, die sogenannte CRH (chorioretinale Hypoplasie) ist beim Welpen nur bis zu

einem Alter von ca. 9 Wochen erkennbar, danach wird sie durch Pigmenteinlagerungen

überdeckt. Hunde, deren CEA-Erkrankung im Alter nicht mehr

festgestellt werden kann, nennt man “Go-Normals”

 

CEA: Die Mutation und der Erbgang

Die für die CEA verantwortliche Mutation wurde kürzlich von der Arbeitsgruppe von

Elaine A. Ostrander an der University von Pennsylvania, USA veröffentlicht.

Sequenzstudien zeigten, dass bei allen betroffenen Hunden ein 7,8 kb grosser

Bereich in den NHEJ1 Genen deletiert ist. Hierbei handelt es sich um einen

hochkonservierten Bereich, an den verschiedene für eine korrekte Entwicklung

wichtige Regulatorproteine binden können.

Die CEA wird autosomal-rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass ein Hund nur erkrankt,

wenn er je ein betroffenes Gen von Vater und Mutter erhalten hat. Es müssen also

sowohl Vater- als auch Muttertier das mutierte Gen tragen.

Träger, d.h. Tiere mit nur einem betroffenen Gen, können zwar selbst nicht

erkranken, geben aber die Erbanlage mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an ihre

Nachkommen weiter. Bei der Verpaarung von zwei Trägern besteht die Gefahr, dass

die Nachkommen von der Erkrankung betroffen sind. Deshalb sollte niemals ein

Träger mit einem anderen Träger verpaart werden.

Die CEA folgt einem autosomal rezessivem Erbgang. Es gibt drei Genotypen:

1. Genotyp N/N (homozygot gesund): Dieser Hund trägt die Mutation nicht und hat

ein extrem geringes Risiko an CEA zu erkranken. Er kann die Mutation nicht an

seine Nachkommen weitergeben.

2. Genotyp N/CEA (heterozygoter Träger): Dieser Hund trägt eine Kopie des

mutierten Gens. Er hat ein extrem geringes Risiko an CEA zu erkranken, kann die

Mutation aber mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % an seine Nachkommen

weitergeben. Eine solcher Hund sollte nur mit einem CEA mutationsfreien Hund

(Genotyp N/N) verpaart werden.

3. Genotyp CEA/CEA (homozygot betroffen): Dieser Hund trägt zwei Kopien des

mutierten Gens und hat ein extrem hohes Risiko an CEA zu erkranken. Er wird

die Mutation zu 100 % an seine Nachkommen weitergeben.

CEA: Der DNA Test

Ein DNA Test ermöglicht den direkten Nachweis der verantwortlichen Mutation. Die

DNA-Analyse ist unabhängig vom Alter des Tieres möglich und kann bereits bei

Welpen durchgeführt werden. Es ist nicht nur eine Unterscheidung von betroffenen

und mutationsfreien Tieren möglich, mit Hilfe des Gentests können auch klinisch

unauffällige Träger identifiziert werden, was für die Zucht von großer Bedeutung ist.

Um eine maximale Testsicherheit zu bieten, erfolgt die Untersuchung jeder Probe in

zwei voneinander unabhängigen Testansätzen.

Der Gentest sagt nichts über den Beginn und den Schweregrad der Erkrankung aus.

CEA – Material und Testdauer

Für den DNA-Test wird ca. 0,5 ml EDTA-Blut benötigt. Alternativ ist auch die

Einsendung eines sog. Backenabstriches möglich. Der Backenabstrich muss mit

erhältlichen Spezialbürsten durchgeführt werden.

 

Das Züchters zur Rückläufigkeit der Krankheiten

Elternteil 1

Genotype

Elternteil 2   Genotype

Normal

Träger

Befallen

Normal

Alle = Normal

1/2 = Normal

1/2 = Träger

Alle = Träger

Träger

1/2 = Normal

1/2 = Träger

1/4 = Normal

1/2 = Träger

1/4 = Befallen

1/2 = Träger

1/2 = Befallen

Befallen

Alle = Träger

1/2 = Träger

1/2 = Befallen

Alle Befallen

 

 

Der Rassestandard

 Der Unterschied zwischen Rüden und Hündinnen.

Der Rüde

Er ist in der Regel grösser und kräftiger als die Hündin. Die Haare sind im Bereich von Nacken, Brust, Hinterläufen und Unterkörper länger. Der Rüde hat auch grössere Eckzähne. Die männlichen Aussies sind meist energischer, wilder und selbstständiger.

Die Hündin

Sind folgsamer und anhänglicher, aber auch leichter reizbar. Sie entwickeln sich schnell und sind früh fortpflanzungsfähig.

Das Gebiss

Der  Australian Shephard hat ein Scherengebiss. Dabei ist eine gute Kieferstellung wichtig. Im Ober- und Unterkiefer befinden sich Schneide-, Eck-, Fang- und Backenzähne. Sie greifen bei geschlossener Schnauze in einander. Ein korrektes Scherengebiss ist die Voraussetzung für einen gesunden Arbeitshund. Er muss in der Lage sein, beim laufen den Rindern in die Fersen zu zwicken und sie vorwärts zu treiben.

 

Die Augen

Die Augenform ist mandelförmig; die Iris deutlich und rund. Die Iris kann nach Farbe des Hundes variieren: blau, braun, oder bernsteinfarbig. Beim Merle-Gen kann es Sprenkel auf der Iris geben.. Ein blaues Auge zusammen mit einem braunen ist kein Fehler, sondern eine Besonderheit.

Die Nase

Die Nase des Hundes hat über 225 Millionen Riechzellen, die des Menschen nur 8 Millionen. Sie ist also das wichtigste Organ des Hundes. Er erforscht die Umwelt, kann Gefahren abschätzen, die Duftmarken von Rivalen erschnüffeln. Nase, Lippen und Augenlider müssen entweder eine schwarze Pigmentierung bei black und blue merle-Hunden aufweisen, oder bei red und red merle eine leberfarbene Pigmentierung.

Die Ohren

 

Im Niedrigfrequenzbereich haben wir Menschen etwa die gleiche Hörfähigkeit wie Hunde. Im Hochfrequenzbereich sind sie uns überlegen. Der Mensch kann bis zu 30 kHz hören, der Hund bis zu 100 kHz wahrnehmen.

 

Das Fell

 

 

Der Australian Shepherd ist in der Lage, sein Fell anzupassen, das heisst je nach Klima und Arbeiten kann die Unterwolle dicker oder dünner sein. Bei Schnee, Regen und Hitze ist das Fell entsprechend beschaffen. In erster Linie muss es die Schutzfunktionen erfüllen und pflegeleicht sei.

Der Kopf

 

Die verschiedenen Zuchtlinien haben verschiedene Merkmale, welche sich durch die Platzierung um Ohren und Augen unterscheiden. Diese Merkmale werden akzeptiert, sofern sie für die Rasse charakteristisch sind. Der Kopf sollte auch kein überflüssiges Fett oder hängende Lefzen haben. Auch um die Augen muss das Lid straff sein.

Die Vorderhand

Die Vorderhand besteht aus Schulterblatt, Ober- und Unterarm und dem Fuss. Um einen kraftvollen Trab zu erreichen, sind ein langes, schräg gelagertes Schulterblatt und ein langer Oberarm von Vorteil.

Die Hinterhand

Die Kraft kommt von der Hinterhand. Die Vorder- und Hinterhand sollten die gleiche Winkelung aufweisen. Bei einer Winkelung von 90 Grad kann der Hund die Hinterläufe weit unter den Rumpf schieben. Die Muskelarbeit wird verringert, und somit die Ausdauer erhöht.

Der Gang

 

Für den Aussie ist der Trab sehr wichtig. Dies ist ein symmetrischer Bewegungsablauf, bei dem sich Vorder- und Hinterhand jeweils diagonal zueinander gleichmässig und beinahe gleichzeitig bewegen. Die Hinterpfote tritt ein wenig später auf und nimmt den Platz auf dem Boden ein, den die Vorderpfote soeben verlassen hat.

Die Grösse

 

Der Rüde sollte zwischen 51 und 58.5 cm, die Hündin zwischen 46 und 53.5 cm hoch sein.

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